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Aktuelles

Geologisches Erkundungsprogramm im gemeinsamen Planungsraum

Eine vertiefte Kenntnis von Boden- und Gebirgsaufbau ist für die weiteren Planungen zum Brenner-Nordzulauf von entscheidender Bedeutung. Nur wenn alle Planungsgrundlagen bekannt sind, kann im Beteiligungsverfahren die gesamthaft beste Trasse gefunden werden.

Bereits heute existieren zahlreiche Informationen zum Gebirgsaufbau im Inntal. Diese wurden etwa durch Oberflächenkartierungen, Bergbautätigkeit oder im Zuge anderer Projekte und Bauvorhaben gewonnen. Auf Basis der bereits bestehenden Daten haben Geologen Bereiche identifiziert, an denen die Kenntnisse des Untergrunds noch unzureichend für die Planung einer Schienentrasse sind. In diesen Bereichen erfolgen ab Ende 2017 Erkundungsbohrungen und geophysikalische Untersuchungen.

Die Bohrpunkte haben keinerlei Aussagekraft bezüglich des späteren Trassenverlaufs, sondern zeigen, wo in der Vergangenheit noch nicht genügend Grundlagendaten als Basis für die Planungen gewonnen wurden.

 

Beispiel für Bohrkerne
Ablauf und Umfang der Erkundungsbohrungen

Das Erkundungsprogramm wurde so konzipiert, dass möglichst wenige Bohrungen auf privatem Grund erfolgen. Die angewandte Bohrtechnik vermeidet bewusst Erschütterungen. Dabei werden mittels eines Bohrgeräts, das z. B. auf einem LKW montiert ist, Bohrkerne gewonnen.

  1. ca. 30 Bohrungen im deutschen und österreichischen Inntal
  2. zwischen 30 bis 400 m Tiefe
  3. ca. 3.000 m Bohrkerne, die später im Labor untersucht werden
  4. Arbeitsdauer je Bohrung zwischen 1 und 10 Wochen

 

Schema: Geophysik
Geophysikalische Untersuchungen

Die Geophysik stützt sich auf Untersuchungen mit seismischen und elektrischen Verfahren. Konkret werden z. B. durch einen Hammerschlag auf eine Metallplatte oder elektrische Anregung Impulse in den Untergrund abgegeben. Ausgelegte Kabel dienen zur Messung von Reflexions- bzw. Refraktionsmustern. Durch charakteristische Datenbilder können Geologen den Gebirgsaufbau näherungsweise modellieren.

  1. Messungen im Umkreis von ca. 100 m der jeweiligen Impulsstelle
  2. Bei allen Messungen werden addiert ca. 49 km Kabel ausgelegt
  3. Arbeitsdauer je Messstelle beträgt nur wenige Stunden


Grundstückseigentümer, die von den Untersuchungen berührt sind, werden von den Ingenieurbüros im Auftrag der DB Netz AG für Deutschland bzw. der ÖBB-Infrastruktur AG für Österreich kontaktiert. Bei Fragen und Anregungen stehen persönliche Ansprechpartner bereit.

Eine Übersichtskarte über die Bohrstellen ist unter Planungsunterlagen abgelegt.

Für weitere Informationen haben DB und ÖBB eine Broschüre erstellt. Diese finden Sie in unserer Mediathek.

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