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Geologische Erkundung im gemeinsamen Planungsraum startet

Die Planungen der DB Netz AG und der ÖBB-Infrastruktur AG für eine nördliche Zulaufstrecke zum Brenner Basistunnel schreiten voran. An mehreren der insgesamt 30 Stellen zwischen Rosenheim und Kufstein beginnen in diesen Tagen Erkundungsbohrungen. „Wir erwarten uns eine vertiefte Kenntnis von Boden- und Gebirgsaufbau im Inntal und damit wichtige Hinweise für die weiteren Planungsschritte“, so DB-Projektleiter Manuel Gotthalmseder am Freitag bei der Vorführung einer ersten Bohrung bei Kiefersfelden.

Die Bohrungen werden in bis zu 400 Meter Tiefe reichen. Rund 3000 Meter Bohrkerne sollen dabei gewonnen und untersucht werden. Im Vordergrund stehen die Grund- und Bergwasserverhältnisse, die Charakteristik und Verbreitung von Lockermaterial sowie die Abgrenzung verschiedener geologischer Strukturen im Festgestein. „Eine geologische Erkundungsbohrung ist wie ein Nadelstich ins Gebirge. Mit den dabei gewonnenen Bohrkernen wird die Struktur des Bodens deutlich erkennbar“, so Manuel Gotthalmseder.

Das Erkundungsprogramm wurde so konzipiert, dass möglichst wenige Bohrungen auf privatem Grund erfolgen. Die angewandte Bohrtechnik vermeidet Erschütterungen. Heute existieren zahlreiche Informationen zum Gebirgsaufbau im Inntal – gewonnen durch Oberflächenkartierungen, Bergbautätigkeit oder im Zuge anderer Projekte und Bauvorhaben. Auf dieser Basis haben Geologen Bereiche identifiziert, an denen die Kenntnisse des Untergrunds noch unzureichend für die Planung einer Schienentrasse sind. Die Bohrpunkte haben keinerlei Aussagekraft bezüglich des späteren Trassenverlaufs, sondern zeigen, wo in der Vergangenheit noch nicht genügend Grundlagendaten als Basis für die Planungen gewonnen wurden.

Zwischen Kufstein und Erl auf österreichischem Staatsgebiet lassen die ÖBB an sieben Orten bohren. Das gesamte geologische Untersuchungsprogramm im Gemeinsamen Planungsraum soll bis zur Jahresmitte 2018 abgearbeitet sein.

 

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