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Bahn setzt weiter auf Dialog bei den anstehenden Planungsschritten

Verkehr auf die Schiene zu verlagern, ist die allgemeine politische Forderung - nicht erst seit dem Brennergipfel im Februar. Mit dem Fortschreiten der Planungen für den Brenner-Nordzulauf trägt die Bahn maßgeblich zu diesem Ziel bei. 2018 startete sie mit Erkundungsbohrungen im Inntal. Im deutschen und österreichischen Inntal laufen derzeit an mehreren Stellen die Arbeiten. Kriterienkatalog, Raumwiderstandsanalysen und Grobtrassenentwürfe sind die weiteren Themen dieses Jahres.

Bei mehr als 75 Gemeinde- und Regionalforen, Projektbeiräten und Informationsveranstaltungen hat die DB in den vergangenen zwei Jahren über Planungsgrundlagen informiert. Mit Bürgern, Verbandsvertretern und Kommunalpolitiken wurde ein Katalog von Kriterien zusammengetragen, der künftig als Maßstab für alle Planungen dient und entscheidend mithilft, Klarheit über mögliche Trassen zu erzielen.

DB-Projektleiter Torsten Gruber: „Wir stehen mitten im Bürgerdialog. Wir halten mit Vertretern der Region und den Interessensgruppen laufend Kontakt und freuen uns über die zahlreichen Besucher hier im Infobüro. Unser Dialog verläuft intensiv und transparent wie nie zuvor bei einem Bahnprojekt in Bayern.“ Ein sichtbares Zeichen: Bei der gemeinsamen Erstellung des Kriterienkataloges für den Erweiterten Planungsraum wurden 54 Prozent der Indikatoren verändert.

Im Frühjahr will die Bahn den Bürgerdialog in den beiden Planungsräumen im Inntal bzw. rund um Rosenheim synchronisieren, um danach gemeinsam die nächsten Schritte anzugehen. Gruber: „Die Erarbeitung des Kriterienkatalogs und die Ermittlung der Grundlagen müssen jetzt abgeschlossen werden, damit wir den Zeitplan halten können. Auch im Projektbeirat habe ich kürzlich von Teilnehmern, den Abgeordneten aus dem Landtag und aus dem Bundestag Zustimmung gespürt im Hinblick auf ein zügiges Vorangehen.“

 

DB-Projektleiter Torsten Gruber zum aktuellen Planungsstand am Brenner-Nordzulauf

 

Aufgrund komplexer Planungs- und Genehmigungsverfahren ist bei Bahnprojekten ein straffer Terminplan vorgegeben. Aber auch für die Menschen vor Ort ist Planungssicherheit wichtig. Gruber: „In unseren Gesprächen mit den Bürgern wird deutlich: Die Region hat ein Interesse daran, dass zügig Klarheit über einen späteren Trassenverlauf herscht."

Wo geologische Erkenntnisse noch fehlen, helfen die aktuellen Erkundungsbohrungen. Sechs von sieben Kommunen haben ihre Zustimmung erteilt. „An einer Stelle werden wir demnächst im Gemeinderat noch darum  werben müssen“, so Gruber. Im Mai startet ein weiteres Erkundungsprogramm. Dabei geht um geoseismische und geoelektrische Untersuchungen.

In der ersten Jahreshälfte 2018 steht die Aktualisierung der Planungsgrundlangen an. Eine sorgfältige Analyse des Planungsraums erlaubt es, technisch anspruchsvolle und besonders schützenswerte Bereiche (u.a. Siedlungsgebiete und Naturräume) zu identifizieren.

Die gesammelten Grundlagen werden durch Stellungnahmen von Gemeinden und Foren ergänzt. Anschließend fließen alle Grundlagendaten in eine Raumwiderstandsanalyse ein. Es entsteht eine Landkarte, die zeigt, mit welchen planerischen Herausforderungen zu rechnen ist. Danach begeben sich die Planer über die ersten Entwürfe von Trassen. Sämtliche Planungsschritte erfolgen transparent und sind Themen in den Gemeindeforen.

Der Projektleiter blickt auch voraus auf die zweite Hälfte des Jahres, wenn die Planer erste Ergebnisse liefern: „Wenn wir erste Ideen für mögliche Trassenverläufe vorstellen, wird noch vieles sehr vage sein. Aber wir können erkennen, welche Räume auf keinen Fall in Frage kommen. Und  damit sind schon einen großen Schritt weiter, “ so Torsten Gruber „Alles, was wir in den Gemeindeforen erarbeiten, findet Einzug in die Trassenauswahl.“

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